Donnerstag, 27. März 2014

Möchtegernkiller und Sündenbock

Auf SPIEGEL.TV gibt es zur Zeit eine interessante Reportage über einen ehemaligen Bundeswehrscharfschützen, der später kurz als Söldner arbeitete. Da ihm dies zu anstrengend war suchte er dann anscheinend einen “Job” als Auftragskiller und lief damit in eine Falle der US Drogenermittlungsbehörde DEA.

SPIEGEL.TV

Ein ausführlicher Bericht befindet sich im neuen Spiegel Nr.13 2014.

Kommentare:

  1. Bei so viel Naivität dieses Mannes glaube ich nicht, er hätte das Zeug zum Söldner gehabt, in den vergangnen Jahrhunderten wäre er irgendwo verreckt, jetzt ist er Teil eines Arbeitsbeschaffungsprorgamms der DEA, die Steuergelder verschwendete, um die Gefängnisse in den USA zu füllen. Mit ihm habe ich kein Mitleid.

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  2. Laut Spiegel hat er sogar eine Zeit lang als Security auf Schiffen gearbeitet. Wahrscheinlich fehlte ihm aber irgendwie der echte Söldner-Glamour.
    Trotzdem ist er sicher nicht ganz untypisch für manche, die heute so durch die Szene geistern und sich ihre Söldnervorstellungen im Kino besorgt haben.

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  3. @Anonym
    Vielleicht wäre der vor Jahrhunderten verreckt - vermutlich hätte aber jemand seinen Wert erkannt und ihn protegiert und vernünftig aufgebaut. Das ist was, was heutzutage unüblich ist.

    Was die DEA angeht, wirkt das auch für mich wie ABM. Sich einen Täter erst teuer aufzubauen um ihn dann zu verhaften, um die eigene Arbeit ins Blickfeld zu rücken, das klingt nach DHS, ATF und DEA. Und es geht leider nicht immer schief wie "Fast and furious" der ATF.

    @Herotod
    Muss ja nicht Söldner-Glamour sein, kann man auch anders interpretieren: Hochmotivierter Soldat stellt fest, dass die BW nix für hochmotivierte Soldaten ist. Macht etwas in den amerikanischen Kriegsgebieten, nur um festzustellen, dass ein teurer Europäer da höchstens noch als Ausbilder oder Teamleiter unterwegs ist. Wechselt in die maritime Sicherheit, nur um festzustellen, dass dort das gleiche Problem herrscht, nur mit einem oder zwei Jahren Verzögerung.

    Egal, ob es ihm ums Kämpfen ging oder um die Kameradschaft, beides kriegt es in den oben genannten Jobs heute nicht mehr.

    Also nimmt er einen Job an, wo er soldatisches Zeug machen darf. Sicher, Drogenhandel ist anrüchig, auch wenn Medien sich bemühen, das mehr und mehr zu normalisieren. Aber wer weiß, ob er das wusste, oder ob das nur zwielichtige Typen waren. (Zwielichtige Type sind charmant, das weiß jeder, der Fernsehen guckt, Putin wurde uns Jahre lang so verkauft.) Und die DEA weiß auch, dass man seine selbst herangezüchteten zukünftigen Kriminellen leicht verliert, wenn man zu früh klar macht, dass sie etwas kriminelles tun.

    Danach gilt es, das Wasser langsam zu erhitzen, damit der Frosch nicht aus dem Wasser springt bis er gekocht ist. Und so kriegt man auch jemanden, der vielleicht nie aus eigenem Antrieb einen Zivilisten getötet hätte, dazu, das in Betracht zu ziehen.

    Natürlich, jemandem mit mehr Selbstreflektion oder höheren moralischen Standards wäre das nicht passiert. Aber so jemand wird hier auch kaum den ersten Stein werfen.

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  4. Laut Spiegel wurde er zu 20 Jahren verknackt:
    http://www.spiegel.de/panorama/justiz/new-york-ex-bundeswehrsoldat-zu-20-jahren-haft-verurteilt-a-1054659.html

    Bin erstaunt daß es ein HG überhaupt so weit gebracht hat. Dann hat die Gier über die Vernunft gesiegt. Selbst Schuld.

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